Mädchengruppe – Nur was für Mädchen
Mädchen fallen dadurch auf, dass sie „nicht“ auffallen. Diese Gruppe soll Mädchen darin unterstützen, soziale Bindungen zu stärken und Entwicklungsschwierigkeiten zu überwinden. In einer geschlechtsspezifischen Gruppe können Mädchen ihr Selbstwertgefühl und ihr Selbstbewusstsein auf eine andere Weise stärken und es kann auf spezifische Bedürfnisse eingegangen werden. In vielen Fällen sind nicht primär die Mädchen die Symptomträger in einem nicht so gut funktionierenden Familiensystem. Hilfe wird für die „lauten, störenden“ Brüder gesucht. Mädchen sind eher introvertiert. Sie tragen ihre Probleme, oder die der Familie, nicht nach außen. Sie fallen in der Gesellschaft selten als Störfaktor auf. Jungen hingegen prügeln sich in der Öffentlichkeit oder randalieren, wodurch sie auf sich aufmerksam machen. In der Mädchengruppe sollen die Mädchen ihre vorhandenen Ressourcen entdecken und nutzen. Sie sollen befähigt werden, ihre Wünsche, Sorgen und Schwierigkeiten zu artikulieren, soziale Bindungen zu gleichaltrigen knüpfen und so ihre Freizeit gemeinsam sinnvoll gestalten. Die Teilnahme an der Gruppe steht in Verbindung mit einer bestehenden SPFH, Erziehungsbeistandschaft oder anderen Hilfe zur Erziehung.
§ 29 Kinder- und Jugendhilfe Gesetz (KJHG) Die Teilnahme an sozialer Gruppenarbeit soll älteren Kindern und Jugendlichen bei der Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensproblemen helfen. Soziale Gruppenarbeit soll auf der Grundlage eines gruppenpädagogischen Konzepts die Entwicklung älterer Kinder und Jugendlicher durch soziales Lernen in der Gruppe fördern.
Erstellungsdatum: Montag, 01. März 2010
Evangelischer Dienst für Erziehungshilfe EDE
Ansprechpartner:
Klaus Wieprecht
Josefstraße 7
45966 Gladbeck
Tel.: 0 20 43 / 78 95 24
Fax: 0 20 43 / 78 95 35






